Uni-Logo
You are here: Home Projekte - Phase 2 - Adaptives Scannendes Einzelfacettenauge
Document Actions

Adaptives Scannendes Einzelfacettenauge

 augeIn Jahrmillionen hat die Evolution die Anpassung von Säugetieren an ihre Lebensbedingungen zu einer Perfektion und Leistungsfähigkeit getrieben, die ihresgleichen sucht. Dies gilt insbesondere für das Auge. Dabei ist gerade bei Säugetieren die Pupillenöffnung zwar eher klein, die optische Qualität des Sehens dafür jedoch sehr hoch. Dies liegt nicht nur an der Leistungsfähigkeit des Gehirns, das die Signale assoziativ verarbeiten kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr die variable optische Anpassung des Auges. 

Wir entwickeln ein integriertes optisches Mikroauge, das diese komplexen Funktionen nachempfindet. Hierbei kommen technische Komponenten wie Mikrolinsen mit variabler Brennweite, Mikroprismen mit variablem Ablenkwinkel sowie variable räumliche und spektrale Filter und Mikroiriden zum Einsatz. Die angestrebte rein elektrische Aktuierung (Ansteuerung) dieser Komponenten soll das Mikroauge möglichst kompakt halten und die Funktionalität des biologischen Vorbilds erreichen. Dazu arbeiten wir an Konzepten und Algorithmen zur Bildaufnahme, der Bildverarbeitung und nicht zuletzt der Auswertung der aufgenommenen Bilder.aufbauprinzip einzelfacettenauge

Ähnlich den für Säugetiere typischen schnellen Augenbewegungen, den sogenannten Sakkaden, soll das mikrooptische Auge die Übertragung der Bildinformation durch stetiges Abrastern eines großen Blickfeldes mit hohem Datenvolumen optimieren. Trotz der kleinen physikalischen Öffnung des optischen Systems können so ausgedehnte Objekte detailgenau scharf abgebildet werden. Die dynamische Abrasterung liefert gleichzeitig Information über deren dreidimensionale Struktur. Darüber hinaus kann das Abbildungssystem durch den Einsatz variabler Filter und Blenden automatisch an die Lichtverhältnisse angepasst werden. Je nach Bedarf können so das Gesamtbild ebenso wie einzelne Ausschnitte aber auch die verschiedenen Formen und Strukturen der Objekte bis ins kleinste Detail abgebildet werden. 

Dieses variable System eignet sich insbesondere für detailgenaue Objekterfassung wie sie in der Prozesskontrolle und im Qualitätsmanagement benötigt wird.

  

Projektleitende 

 

Personal tools