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Dr. Claudia Duppé

IMTEK - Mikrooptik -

Georges-Köhler-Allee 102

79110 Freiburg

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Auge in Auge mit dem Fangschreckenkrebs

Vorstellung der trioptischen Augen im Zoofachgeschäft Burkart am 30. Juli 2012

Was haben die Augen eines Fangschreckenkrebses mit Ingenieurswissenschaften zu tun? Diese Frage beantworten Wissenschaftler des Instituts für Mikrosystemtechnik – IMTEK im Rahmen eines Vortrages mit Demo am

Montag, den 30. Juli 2012,

von 16.00 – 17.00 Uhr,
Zoo Burkart, Lörracher Str. 14, 79115 Freiburg

 

Mit kleinen Experimenten wird die knifflige Optik, die hinter diesen Augen steckt illustriert. Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen.

 

Optik gibt es nicht erst seit es Menschen gibt. Im Laufe der Evolution haben sich in der Natur optische Systeme herausgebildet, die unseren Ingenieuren heute als Vorbild für neue Scan- und Kamerasysteme dienen.

 

Die dreigeteilten Augen des Fangschreckenkrebses sind ein einzigartiges und ebenso hochkomplexes optisches System. Die Wissenschaftler des Schwerpunktprogramms Aktive Mikrooptik, die am IMTEK an dem Projekt forschen, interessiert insbesondere sein hochempfindliches Farbwahrnehmungssystem, das im Mittelband des Auges angesiedelt ist. Über diesen Schlitz kann der Krebs das gesamte Spektrum des Lichts wahrnehmen. Das geht soweit, dass er im infraroten und ultravioletten Bereich sehen kann und das Licht je nach Bedarf spektral ähnlich einer Supersonnenbrille filtert. Dies verschafft ihm entscheidende Vorteile in der kontrastarmen Unterwasserwelt, wenn es um das Jagen von Beute geht. Leider ist die Bildinformation so realistisch, dass er im Aquarium das Spiegelbild schon mal mit einem Feind verwechselt und Schattenkämpfe beginnt.

 

Die Dreiteilung der Augen kann man schon mit bloßem Auge erkennen, gerade bei einem erwachsenen Clown-Fangschreckenkrebs. Im Zuge von Dreharbeiten für einen Wissenschaftsfilm wird ein solches Exemplar zwei Wochen lang im Zoofachgeschäft Burkart in Freiburg zu Gast sein. Ohne den Krebs allzu sehr zu verwirren, möchten unsere Forscher die Gelegenheit nutzen, die faszinierenden Augen live im Zoo Burkart vorzustellen.

 

Das Schwerpunktprogramm

Unter dem Dach des DFG Schwerpunktprogramms Aktive Mikrooptik der deutschen Forschungsgemeinschaft stellen sich 15 Forschergruppen in vier Projektverbünden der Herausforderung, natürliche optische „Systeme“ auf mikrosystemtechnischer Ebene nachzubilden. Die Vorbilder reichen hierbei vom menschlichen Auge bis hin zu Mottenaugen oder den dreigeteilten Augen des Fangschreckenkrebses.

 

 

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